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1 Kommentar schreiben zu Absatz 1 0 Dienstag 15.Mai 2018

2 Kommentar schreiben zu Absatz 2 0 „Wanderung gehört seit jeher zur menschlichen Existenz. Mobilität in Form von Migration stellt aus dieser Sicht eine historische Normalität dar. Weil Migrationsbewegungen so alt sind wie die Menschheit selbst, kann die Weltgeschichte auch als Geschichte von Wanderungen gelesen werden“ (Klaus Bade). An wenigen Orten der Welt wird dies deutlicher als in Istanbul. Die bunte Metropole am Bosporus ist ein Schmelztiegel von Menschen aus der ganzen Welt. Auf den quirligen Straßen sieht man die verschiedensten Lebensstile und Milieus. Diese Vielfalt hat hier Tradition. Die Stadt die zwei Kontinente verbindet (Europa und Asien treffen sich hier) war Hauptstadt von verschiedenen Zivilisationen und Reichen, lange bevor es den Begriff „Nation“ überhaupt gab. So hat Immigration in dieser Stadt eine lange und abwechslungsreiche Tradition, die allerdings im Verlauf des 20. Jahrhunderts etwas in Vergessenheit geraten war.  Bis in die 1990er Jahre war die Türkei vorwiegend als Auswanderungsland bekannt. Die Rolle der Türkei hat sich in den letzten Jahrzehnten jedoch wieder stark verändert. Von einem Herkunftsland wurde sie wieder zu einem Transitland für Migranten und hat sich inzwischen in ein eines der Top 20 Ankunftsländer der Welt gewandelt.

3 Kommentar schreiben zu Absatz 3 0 Nach einer stundenlangen Odyssee durch die Istanbuler Rushhour hat das Ball-Team gestern Abend sein Quartier am Taksim-Platz, dem zentralen Treffpunkt der 17 Millionen Einwohner Metropole erreicht. Heute ging es gleich mit einem Workshop an einem deutsch-türkischen Gymnasium los, den die Friedrich-Ebert-Stiftung in Istanbul organisierte. Der Spirit of Football war jedoch schon lange vor uns hier. Wir waren freudig überrascht, als wir sahen, dass um die einhundert Schüler in den Hofpausen gespannt ein Fußballturnier zwischen zwei Klassen verfolgten. Es herrschte eine elektrisierende Stadionstimmung, von der manches Regionalliga-Spiel in Deutschland träumen würde. Nach unserem Workshop, den wir mit einer siebten Klasse auf Deutsch hielten, ließ sich das Spirit-of-Football-Allstar-Team dann auch nicht lumpen ein kleines Spielchen mit dem Schulteam (das vor kurzem erst Schulfußballmeister von Istanbul wurde) zu wagen.

4 Kommentar schreiben zu Absatz 4 0 Nach getaner Arbeit erkundeten die Spirits die Altstadt von Istanbul. Zwischen Hagia Sophia und Blauer Moschee gingen wir mit The Ball auf Unterschriftensammlung und hörten viele besorgte, aber auch viele hoffnungsvolle Geschichten über die derzeitige Situation in der Türkei. In uns blieb dabei der Eindruck zurück, dass die deutsche Berichterstattung trotz aller berechtigter Sorgen ziemlich einseitig ist und wenig bis überhaupt nicht zwischen den politischen Umständen und dem alltäglichen Leben der Menschen vor Ort differenziert. Diese empfingen uns wie gewohnt sehr herzlich. Fast alle hatten (wie wir) den Eindruck, dass die Machtspielchen einiger Politiker leider darauf abzielen, mit einfachen Parolen die Menschen zu entzweien. Der alltägliche Umgang zwischen den verschiedenen Kulturen und Völkern ist jedoch überwiegend von gegenseitigem Respekt geprägt.

5 Kommentar schreiben zu Absatz 5 0 by Sven Messerschmidt

Quelle:http://spirit-of-football.de/2018/05/15/istanbul-treffpunkt-der-kulturen/?replytopara=1