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1 Kommentar schreiben zu Absatz 1 0 Vom 09. bis 11. November war das Spirit-Team bei einer 10. Klasse der Erfurter Jenaplanschule am Nettelbeckufer. Deren Klassenlehrerin, Kathleen Schwanengel war so reizend, uns ein langes Feedback zu schreiben, das wir hier gerne teilen möchten:

2 Kommentar schreiben zu Absatz 2 0 „1. Das Team aus Franzi, Fabi und Julian (und Jakob) war richtig gut. Die drei haben sich sehr gut ergänzt und waren in ihrer Kommunikation mit den Kids immer auf Augenhöhe und sehr wertschätzend. Die Atmosphäre war durchweg angenehm und vertrauensvoll. Die Teamer haben auch immer versucht, alle einzubinden und somit einen vielfältigen Meinungsaustausch geschaffen. Auch der Ablauf wurde vorab transparent gemacht und zeitlich dann wie angekündigt umgesetzt.

3 Kommentar schreiben zu Absatz 3 0 2. Sehr gut gefallen hat mir auch die Methodenvielfalt mit gut aufbereiteten Methoden, die immer wieder vom Schüler und dessen Lebenswelt aus gedacht wurden. Die Assoziationen über Bilder oder die Verbote für Juden, ausgehend vom eigenen Tagesablauf der Kids, waren sehr eindrücklich, aber auch die Abschlussrunde mit Feedbackgabe über diverse Gegenstände hat uns tolle Gespräche führen lassen.

4 Kommentar schreiben zu Absatz 4 0 3. Auch wenn meine Schülerinnen anfangs dem Fairplay-Football-Match kritisch gegenüberstanden, haben sie sich darauf eingelassen und letztendlich aufgrund der Fairplay-Regeln sehr viel Spaß beim Spiel gehabt. Sie haben positiv zurückgemeldet, dass es ihnen gefallen und Mut gegeben hat, dass die Jungs Abstand halten mussten und sie so nicht „überrennen“ konnten. Für viele war es das erste Fußballspiel überhaupt! Es war für mich richtig schön zu sehen, mit wie viel Freude meine Schüler*innen am Match teilgenommen und sich als Teams wahrgenommen haben. Die Resonanz war so positiv trotz anfänglicher Skepsis!

5 Kommentar schreiben zu Absatz 5 0 4. Das World Café hat auch viel Zuspruch bekommen. Über die Doku Einblicke in den Alltag jüdischer Jugendliche zu erhalten oder etwas über koscheres Essen (die koscheren Gummibärchen haben viel Gesprächsstoff geliefert) zu lernen, hat meine Kids sehr bereichert. Insbesondere das Kennenlernen aktueller jüdischer Musik und deren Diversität fanden meine Schüler*innen total spannend und war deren Highlight. Wie auch der Film „Masel Tov Cocktail“. Wir sind so gut ins Gespräch über die Filmausschnitte gekommen! Meine Schüler*innen hätten den Film natürlich gern komplett gesehen und waren etwas enttäuscht darüber, dass sie nur Ausschnitte gezeigt bekommen haben. Aber ich habe ihnen versprochen, dass wir ihn noch einmal gemeinsam in voller Länge schauen.

6 Kommentar schreiben zu Absatz 6 0 5. Ein sehr gelungener und persönlicher Part war die Methode „Das bin ich (nicht)“. Die Schüler*innen sind hierbei über die Reduktion der Selbstzuschreibungen ins Nachdenken über ihre eigene Identität gekommen. Im dialogischen Austausch darüber haben die Kids untereinander, als auch ich als Lernbegleiterin, noch einmal über einzelne Schüler*innen so wertvolle Aspekte erfahren! Und abschließend konnte man gut visualisiert sehen, wie vielfältig wir als Klasse sind und dass diese Diversität wichtig und gut ist! Die Abstraktion vom Jüdisch-Sein hin zur eigenen Identität über Vorurteile, Selbst- und Fremdzuschreibungen war sehr gelungen.

7 Kommentar schreiben zu Absatz 7 0 6. Dass der dritte Projekttag ausgelagert aus der Schule bei Topf und Söhne stattfindet, fand ich auch wirklich gut und wichtig. Die selbständige Auseinandersetzung mit den jüdischen Erfurter Familien Cars und Cohn mit anschließender Präsentation hat auch noch einmal den lokalen Bezug sehr deutlich gemacht und die Schüler*innen aktiv werden lassen. Die Ergebnisse waren wirklich gut und wir haben alle viel dazugelernt. Am Freitag waren wir ja im KZ Buchenwald und haben uns unter anderem das Krematorium angeschaut. Die Schüler*innen haben ihr Wissen von Topf und Söhne direkt anwenden können und für das Verständnis vor Ort war der Donnerstag mit euch Gold wert. Das Thema der Verantwortung, welches wir schon bei Topf und Söhne thematisierten, haben wir in Buchenwald dann auch noch einmal aufgreifen können.

8 Kommentar schreiben zu Absatz 8 0 7. Auch sehr gefallen haben mir die methodisch abwechslungsreichen Kennenlern- und Bewegungsspiele. Die Multitasking-Fähigkeiten meiner Schüler*innen wurden ordentlich auf die Probe gestellt 😉 . Super!

9 Kommentar schreiben zu Absatz 9 0 Abschließend kann ich einfach nur sagen, dass dies drei ganz wunderbare, bereichernde und lehrreiche Projekttage mit Spirit of Football waren! Meine Schüler*innen und ich haben viel über (lokales) jüdisches Leben lernen können, wurden aber auch dafür sensibilisiert, dieses Wissen auf die Werte des eigenen Lebens zu abstrahieren. Für mich persönlich war ein bereichernder Aspekt, dass ich meine Klasse dank der tollen Arbeit der Teamer wieder in einem ganz anderen Kontext erleben durfte und von einzelnen Schüler*innen ganz neue Facetten kennengelernt habe, welche sich mir im normalen Schulalltag so nie offenbart hätten. Uns als Klasse haben die drei Tage auf jeden Fall noch einmal ein Stück näher gebracht und ich hoffe, dass das Gelernte nachhaltig Eindruck hinterlassen hat.“

10 Kommentar schreiben zu Absatz 10 0 Vielen Dank, liebe Kathleen Schwanengel!

Quelle:https://spirit-of-football.de/2021/11/17/sich-untereinander-in-einem-anderen-kontext-neu-kennenlernen/?replytopara=1