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1 Kommentar schreiben zu Absatz 1 0 20.-22. Oktober an der Emil-Petri-Schule in Arnstadt

2 Kommentar schreiben zu Absatz 2 0 Die Schüler und Schülerinnen der 10. Klasse in Arnstadt waren an allen drei Workshop Tagen sehr offen für unsere Methoden, was unserem Team (Lea, Fabian, Julian und Bruno) viel Spaß bereitete. Beim Fairplay Fußball waren die Reaktionen anfangs wie immer gemischt: vor allem Jungen, die im Verein spielen, konnten sich zunächst nicht so einfach auf unsere Regeln einlassen. Aber nach einer gemeinsamen Reflexionsrunde lief es besser und sie ließen sich auf das Spiel ein, fröhliche Schlachtrufe wie „1,2,3,4 – Pannencrew, das sind wir!“ inklusive.

3 Kommentar schreiben zu Absatz 3 0 Beim assoziativen Einstieg zeigte sich, dass es dank dem Geschichtslehrer Thomas Schäfer ein gutes Vorwissen zum Thema „Jüdisches Leben“ gab – ein Schüler konnte die ganze Firmengeschichte der Marke Simson erzählen, was seine Mitschüler*innen sehr interessierte, da viele selbst Moped fahren (wollen) oder sogar eine Simson haben. Vor allem jüdisches Leben in Arnstadt und Erfurt weckte das Interesse der Schüler*innen – und über manches wussten sie auch schon Bescheid, beispielsweise über die Stolpersteine in Arnstädter Straßen.

4 Kommentar schreiben zu Absatz 4 0 Donnerstag führte das Modul „Das bin ich (nicht)“ zu interessanten Selbstreflexionen – die Schüler*innen erlebten, dass es schwierig ist, die eigene Persönlichkeit auf drei Moderationskarten zu reduzieren und dann auch noch welche wegzulegen, „als würde ein Teil des Selbst weggelegt werden“, wobei sie doch so viel mehr sind. Die Karten wurden auf dem Boden geclustert und dabei merkten sie, dass es trotz der Unterschiede auch viele Gemeinsamkeiten in der Klasse gab. Bei der World Café-Station über jüdische Jugendliche äußerten die Schüler*innen im Vorfeld die Vermutung, dass das deren Leben wahrscheinlich kaum anders als das ihrige sein würde – eine Vermutung, die sich zum größten Teil bestätigte. In Verbindung mit „Das bin ich (nicht)“ fragten wir, ob die Jugendlichen aus der Doku wohl „jüdisch sein“ überhaupt auf eine ihrer Karten geschrieben hätten – wahrscheinlich eher nicht. Trotzdem werden sie oft darauf reduziert und deswegen diskriminiert.

5 Kommentar schreiben zu Absatz 5 0 Die allermeisten Schüler*innen waren am Freitag zum ersten Mal im Erinnerungsort Topf & Söhne. Insbesondere die Tatsache, dass Buchenwald bzw. der Ettersberg aus den Fenstern der Büros zu sehen war, beschäftigte die Schüler*innen. „Ein ganz normaler Tag“ zeigte deutlich die wachsende Diskriminierung der als „jüdisch“ markierten Menschen zur NS Zeit. Fragen kamen auf wie „Was sollen die denn dann noch essen?“ oder „Wie verbringen sie ihren Tag?“  Beim Thema Denunziation waren die Meinungen der Schüler*innen gespalten: hatten Denunzianten eine Mitschuld oder verhielten sie sich nur nach den Gesetzen? Im Laufe der Diskussion war man sich jedoch einig, dass die Menschen – damals und heute – einen Handlungsspielraum haben und diesen auch nutzen sollten um Diskriminierungen entgegenzustehen und eine solidarische Gesellschaft zu gestalten.

6 Kommentar schreiben zu Absatz 6 0 Lea Hildebrandt

7 Kommentar schreiben zu Absatz 7 0  

8 Kommentar schreiben zu Absatz 8 0  

Quelle:https://spirit-of-football.de/2021/11/03/aber-ich-bin-doch-so-viel-mehr/?replytopara=2