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1 Kommentar schreiben zu Absatz 1 0 Amman, Jordanien, Montag 9. März 2020.

2 Kommentar schreiben zu Absatz 2 0 Am Nachmittag fuhren wir in den Norden Ammans und besuchten die Gemeinnützige Organisation Mabarrat Um Al Hussein, ein Kinderheim für benachteiligte und verwaiste Jungen im Alter von 8-16 Jahren.

3 Kommentar schreiben zu Absatz 3 0 Knülle vom gelungenen Workshoptag @ JOHUD, waren wir zunächst sehr skeptisch, wie wir mit den Jungen, aus schwierigen Verhältnissen stammend und unterschiedlichsten Alters, umgehen sollten. Aber all diese Skepsis erwies sich als völlig unbegründet. Gleich zum Mittagessen wurden wir von ihnen herzlich aufgenommen. Sie zeigten uns höflich den Waschraum, brachten uns Wasser an die Tische und gaben uns Desinfektionsmittel.

4 Kommentar schreiben zu Absatz 4 0 An alle, Händewaschen nicht vergessen! Corona! Corona 😉

5 Kommentar schreiben zu Absatz 5 0 Wir setzten uns an eine lange Tafel zwischen die Kids. Diese machten zunächst ihre Späße über uns. Dann fragten wir nach ihrem Alter und ihren Namen, schenkten ihnen Aufmerksamkeit und das Eis war gebrochen. Die Kids waren aufgeregt, neugierig und die Fragen sprudelten nur so aus ihnen heraus. Die Kleinen riefen Größere, die ihnen beim Übersetzen halfen. Anschließend, nach dem Essen ging es zu einer Führung des Hauses! Und nochmal pinkes stinkendes Desinfektionsmittel 😉

6 Kommentar schreiben zu Absatz 6 0 Es wurden uns die Räume und kreative Arbeiten der Kids gezeigt, sowie über das Angebot der Aktivitäten und einige der Gründe, warum manche Jungen im Heim lebten, berichtet. Dann wurden wir in einen kleinen Kinosaal gebracht, wo uns ein Film über die Organisation gezeigt wurde. Wir erfuhren beispielsweise, dass die Organisation Mabarrat Um Al Hussein von der verstorbenen Königin von Jordanien Zein Al Sharaf  im Jahr 1958 gegründet wurde und derzeit von ihrer Tochter, der jordanischen Prinzessin Basma Bint Talal, der Patronin der Wohltätigkeitsorganisation, unterstützt wird.

7 Kommentar schreiben zu Absatz 7 0 Die Kids kamen uns bei der Führung in einer Traube hinterhergerannt und wollten mit uns den Film gucken. Ganz aufgeregt, hibbelig, neugierig, standen sie gespannt in der Tür und wollten  uns kennen lernen. Ein süß-frecher, kleiner Schelm entwischte den Erziehern und setzte sich gleich zu uns. Im Anschluss kamen direkt zwei, drei der Kleineren hinzu und bald war die ganze Workshop-Gruppe im kleinen Kinosaal. Also entschlossen wir, unsere Mittagspause und die Führung zu beenden, und Benni, einer der Spirit Teamer, baute spontan und zügig unsere Technik auf, damit Andrew, der Gründer von Spirit of Football unseren Verein und dessen Werte vorstellen konnte. Bei unseren Fairplay-Regeln applaudierten sie, insbesondere bei „respektvoller Umgang“ und „Fairplay mit Worten“. Es war cool zu sehen, wie sie gleich die Werte anerkannten.

8 Kommentar schreiben zu Absatz 8 0 Dann ging es aufs Feld. Zunächst war es etwas schwierig, die kleinen und großen Kids zu bändigen und in ihren Gruppen zu halten. Wir überlegten uns unsere Team-Namen, präsentierten diese und das Spiel begann. Voller Energie, rannten die Jungs flink und agil übers Feld. Die Fans tanzten zu arabischer Musik, sangen mit Mikrofon und bejubelten die Teams. Die Stimmung war euphorisch und ausgelassen.

9 Kommentar schreiben zu Absatz 9 0 In diesem Moment strahlten sie und sie konnten Kinder sein, fernab von der Erinnerung an ihre Lebensgeschichten. Sie hielten unsere Fairplay- Regeln sehr gut ein und achteten auf die Frauen, welche mitspielten. Es war ein tolles Spiel voller Energie.

10 Kommentar schreiben zu Absatz 10 0 Danach bekamen wir eine Runde Tee und die Jungs und zwei mutige Mädels durften sich bei einem normalen Fußballspiel richtig auspowern. Auch dieses lief sehr respektvoll ab. Beim Feedback stellte sich heraus, dass sie vor allem von der positiven Energie begeistert sind. Das Fußballspiel war etwas Neues und sie mochten, dass ihre Erzieher und Lehrer mitspielten.

11 Kommentar schreiben zu Absatz 11 0 *dynamisch * schwungvoll * agil * temperamentvoll * vital

12 Kommentar schreiben zu Absatz 12 0 Der Coach der Jungs und Haifa, eine Mitarbeiterin von JOHUD und Teilnehmerin unserer Workshopreihe in Jordanien sagte: „I can’t believe these were our boys. They behaved so kind and played so fair.“ „Ich kann nicht glauben, dass das unsere Jungen waren. Sie haben sich so freundlich verhalten und so fair gespielt.“

13 Kommentar schreiben zu Absatz 13 0 Ein Junge aus meinem Team hieß Omar (12). Er war eher schüchtern und sein Blick sehr nachdenklich. Mit 6 Jahren kam er ins Heim und lebte zwischenzeitlich bei seinen Eltern. In Mabarrat Um Al Hussein verbrachte er 4 Jahre seines Lebens. Er war eher für sich, nicht ganz so agil wie die anderen Kids und saß beispielsweise beim Mittag alleine, bis Leonie, eine Spirit Teamerin, sich zu ihm gesellte und viele Kids ihr auf einmal folgten. Leider wurde er beim Fußball von einem der großen Jungs umgebolzt und fiel auf seine Hand. Er setzte sich an die Seite und beobachtete das Spiel. Wir machten Fotos zusammen, er brachte mir Tee und wir versuchten uns mit Händen und Füßen, mit Zeichensprache, Mimik und Gestik, a little bit of English und ein paar Brocken arabisch zu unterhalten. Er wich nicht mehr von meiner Seite und lächelte mich an. Da er dies selten tat, empfand ich dies als etwas Besonderes. Er war sehr hilfsbereit und wollte mir kleine Freuden bereiten, er half mir den Ballsack einzuräumen und brachte meinen Beutel ins Auto. Danach wartete er die ganze Zeit im Auto, bis wir unsere Sachen zusammengepackt hatten und zurückkamen.

14 Kommentar schreiben zu Absatz 14 0 Am Ende des Workshops, zeigte er mir den Daumen hoch! Hielt seine Hand aufs Herz, lächelte und sagte Shukran!

15 Kommentar schreiben zu Absatz 15 0 Shukran, Habibi!!!

16 Kommentar schreiben zu Absatz 16 0 Shukran, Jungs!

Die Projektreihe 2019 wird gefördert von

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Quelle:https://spirit-of-football.de/2020/03/11/mabarrat-um-al-hussein/