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1 Kommentar schreiben zu Absatz 1 0 JORDAN STORY – WADI RUM – behind the scenes

2 Kommentar schreiben zu Absatz 2 0 „Don´t hurry, first eat chicken curry“

3 Kommentar schreiben zu Absatz 3 0 Redewendung eines Beduinen aus dem Moon Camp

4 Kommentar schreiben zu Absatz 4 0 (Naja, wir haben wohl erstmal genug davon, nach acht Tagen mit dem gleichen Mittagessen, chicken, chicken, chicken, chicken, ….geeenug ;-))

5 Kommentar schreiben zu Absatz 5 0  

6 Kommentar schreiben zu Absatz 6 0 WADI RUM Auszeit in der Wüste

7 Kommentar schreiben zu Absatz 7 0 Drei super positive Workshoptage, viele neue Reize und Impulse, intensive Gespräche, eine Graffitisession und eine herausgehandelte Provision liegen hinter uns. Spannend aber zugleich auch anstrengend. Hoch die Hände- Wochenende 😉 Welches in Jordanien bereits am Freitag beginnt und Samstag endet. Endlich raus, raus aus dem lauten, wuseligen mit Menschen vollgestopften Amman. Endlich der Natur, der Sonne entgegen, raus aus der dreckigen, stickigen von Autoabgasen verpesteten Luft der Millionenstadt.

8 Kommentar schreiben zu Absatz 8 0 Nach einer fünfstündigen Autofahrt, und schmerzenden Knien, bemerkten wir, dass immer weniger neben uns passierte, bis wir zu einem kleinen Dorf kamen. Dort verabschieden wir unseren Taxifahrer und quetschten uns zu sechst auf das Ladedeck eines Jeeps. Dann ging es endlich in die Wüste Wadi Rum, ins Moon camp. Um uns herum eine gewaltige, in Nachtblau gehüllte Kulisse.

9 Kommentar schreiben zu Absatz 9 0 Endlich Zeit

  • 10 Kommentar schreiben zu Absatz 10 0
  • Zeit zum Durchatmen, Entschleunigung
  • Zeit für Detox – Social Media Detox. Wie war das nochmal ohne Insta, facebook, Tik Tok und Co?  Da wir keinen Empfang hatten, blieb uns nix anderes übrig, als uns mit uns selbst oder unserem Gegenüber direkt zu beschäftigen. Ohh Gott! Mit Menschen direkt kommunizieren.
  • Zeit zum Essen – Nicht schnell, schnell und nebenbei 1-2- Löffel hinterschlingen, weil man keine Zeit hat
  • Zeit zum miteinander Zeit haben
  • Zeit für tiefe, lustige Gespräche
  • Zeit für Albernheiten
  • Zeit für Spiele

11 Kommentar schreiben zu Absatz 11 0 Beim Abendbrot versuchten sich einige Teamer im Umsetzen von Media Detox und spielten Gesellschaftsspiele. Dafür fehlte ihnen noch ein 4. Spieler. Sie waren begeistert, als sie einen weiteren Mitspieler fanden: Abdullah, einen Mitarbeiter des Camps. Aber diese Freude währte nicht lange, da der neue Mitspieler, ein lustig ulkiger Zeitgenosse, dieses Spiel dominierte, für sich entdeckte und seine ganz eigenen Regeln erfand, sehr zum Bedauern der anderen Mitspieler, die langsam die Geduld verloren. Wir amüsierten uns prächtig beim Beobachteten des Spiels. Er war ein Spaßvogel, Entertainer, zog mit seiner quirlig, kauzigen Art alle Aufmerksamkeit auf sich und diente der Belustigung aller im Zelt. Außer beim Spirit-Teamer Benni, der fast in den Tisch biss, und den anderen beiden, Leo und Qais, die schon sämtliche Lust am Spiel verloren hatten. Und wer gewann? Abdullah, natürlich! Sinn des Spiels ist eigentlich im Team zu gewinnen, bzw. man kann gar nicht gewinnen. Wie auch immer er es schaffte: in seiner Welt hatte er gewonnen und war glücklich! Bemerkenswert!

12 Kommentar schreiben zu Absatz 12 0 Nach dem Essen trafen wir uns alle gemeinsam am Feuer und tranken Tee, oder eher Zucker mit ein bisschen Wasser und etwas Teegeschmack. Wir unterhielten uns, bzw. wurden durch Sulaiman, einem Beduinen des Moon Camps, mit seiner bildhaften poetischen Sprache unterhalten. Nicola, Sven und ich entschieden uns draußen zu schlafen. Das Feuer brannte in unseren Augen, aber der Beduine meinte, es sei gut für die Augen ?! Wie dem auch sei, das Feuer wärmte uns und wir schliefen friedlich, auf jeweils einer Matratze in flauschig weiche Decken eingehüllt, bei flauschigen 4 Grad, ein.

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14 Kommentar schreiben zu Absatz 14 0 Gegen 4 Uhr wachte ich auf. Hinter den Rauchschwaden erkannte ich die Silhouette von Mr. Mooncamp – Sulaiman. Er saß im Schneidersitz und starrte ins Feuer. Er genoss die Stille und liebte die Magie der Nacht. Schlief oft erst in den frühen Morgenstunden ein. Er fragte mich: „Did you see the scorpion?“ Und ich: „Was? Woooo?? Skorpione!!!“ Ich wusste es! Ich hätte doch lieber im Zelt schlafen sollen. Er sagte mir noch zuvor, dass sie im Morgengrauen herauskommen würden, als ich mich nach giftigen Tieren, Spinnen und Schlangen erkundigte. Da lachte er und zeigte in den Himmel. Und lachte ich mit ihm. Wunderschön, wie sich in dieser sternenklaren Nacht der Himmel wie ein riesiges Zelt über uns auffächerte. Im Angesicht der Monumentalität der kargen Wüstenformationen, zwischen Himmel und Erde stehend, wirke ich, Menschen und Tiere, wie winzige temporäre Erscheinungen. Die Sterne funkelten. Und man war in diesen Moment so bewusst und geerdet. Im Einklang mit sich und der Natur. Eben noch funkelnd und morgen schon längst seit Jahrmillionen erloschen.

15 Kommentar schreiben zu Absatz 15 0 Dann schlief ich wieder ein. Bei Sonnenaufgang erwachte ich erneut, meine Augen tränten und alles an mir hatte einen stinkenden, aschigen, nach Feuer riechenden Geruch. Ich war völlig durchgefroren und schlurfte ganz verschlafen mit meiner Matratze unter den Armen in die Sonne. Nicola und Sven hingegen waren schon längst aktiv und erkundeten die Gegend, kletterten auf einen nahen Felsen und genossen in der Morgensonne das beeindruckende Bild der Bergformationen der Wüste. Ich schlief wieder ein. Nach einiger Zeit: Plitsch! Platsch! Traum oder Realität?! Nein. Wahnsinn. Jackpot! Ich bin beim Schlafen in der Wüste und es beginnt zu regnen! Wann regnet es schon mal in der Wüste? Laut Reiseinfo 0 -11 Tage im Jahr. Ich sollte vielleicht. doch über Glücksspiel nachdenken? Ich schleife meine Matratze in ein Gemeinschaftszelt und es beginnt zu gewittern, zu stürmen und zu hageln. Mit meinem Zeltmitbewohner Qais filmte ich das Naturschauspiel.

16 Kommentar schreiben zu Absatz 16 0 Da die Sonne weg war, war natürlich der Speicher des durch die Solarpanele aufgeheizten Wassers aufgebraucht. Demzufolge gab es nur noch kaltes Wasser. Eigentlich nix für mich Warmduscher. Trotzdem entschied ich mich für Luft-Anhalten und ab ins eisige Vergnügen. Soll ja auch gut sein, Andrew schwört darauf! Zurück im Zelt, knallte durch den Sturm ständig unser aufklappbares Fenster, ein gewebtes Stoffstück mit Holzrahmen, zu und wir saßen im Dunkeln. Weder zum Munkeln noch zu sonst irgendetwas war uns zumute.. Strom gab es tagsüber nämlich nicht, also schliefen wir wieder ein.

17 Kommentar schreiben zu Absatz 17 0 Andrew fuhr währenddessen zu einem zweistündig entfernten Meeting mit Partnern für die Ballreise 2022 in Qatar. Doch leider nahmen es die Herren, mit der Terminabsprache nicht ganz so genau und der Termin versickerte mit dem Regen im Wüstenboden.

18 Kommentar schreiben zu Absatz 18 0 Am Nachmittag wanderten wir gemeinsam durch die Wüste, kletterten auf Berge, halfen uns gegenseitig beim Erklimmen und Bewältigen der Höhen, aßen dabei genüsslich Datteln und Nüsse und machten witzige Jumpfotos.

19 Kommentar schreiben zu Absatz 19 0 Es tut gut, mal nicht so viel zu sehen außer wenigen Lemmingen aus dieser überhetzten Wimmelwelt, keine Werbeplakate oder aufflackernde Leuchtreklamen, ohne die wuseligen Reize, die unsere Sinne bewusst oder unterbewusst ständig mit Informationen füttern und unseren Kopf ganz kirre machen, zu sein. Reizüberflutung – die Reize sind wie kleine Viruszellen, die andocken und so langsam unser System lahmlegen.

20 Kommentar schreiben zu Absatz 20 0  

21 Kommentar schreiben zu Absatz 21 0 Und doch gibt es in der Wüste viel zu entdecken. Die Kunst besteht darin, wieder die kleinen Dinge zu sehen. Bunte, violette, weiße Blumen, witzig gekringelte Sukkulenten, Knochen mit Geschichte, kleine Tiere, Käfer, und Ameisen. Man konnte Vögel beobachten, die miteinander spielten, hörte ihr fröhliches Gezwitscher. Man konnte die unterschiedliche Beschaffenheit des Bodens spüren: Sand und Sandstein, Basalt und Granit, hart, schroff und felsig bis ganz weich und versinkend. Das Farbspektrum war ebenso vielseitig von grau, über zartgelb, orangerot bis braun.

22 Kommentar schreiben zu Absatz 22 0 Am Samstag hatten wir wenig Zeit, da wir leider wieder zurück nach Amman mussten und Sonntag ein weiterer Workshop @ JOHUD auf uns wartete. Wir liefen gemeinsam als Gruppe zu einem nahen Felsen und Nicola machte mit uns eine kleine Yoga Session mit Dehn- und Atemübungen und einem grandiosen, fantastischen Blick in die Weite der legendären und bizarren Wüste Wadi Rum, mit ihren schroffen Felsen in der Ferne. So entspannend!…..Plötzlich, ein dumpfer Knall, ein Poltern! Ach du liebe Güte! Aus dem Augenwinkel sah ich, wie ein Teamer von einem Felsvorsprung abrutschte! Er knallte rücklings auf den Kopf und bescherte uns allen einige Schrecksekunden. Zum Glück war da ein kleiner Vorsprung auf dem Plateau und unsere Energienudel kam mit ein paar blutigen Schrammen und dem Schrecken davon.

23 Kommentar schreiben zu Absatz 23 0 Es war schon spät, also machten wir uns auf den Rückweg und sammelten unterwegs so viel Plastik und Müll, wie wir tragen konnten. Unglaublich wie viel Plastik dort herumlag! Jeder von uns hatte beide Hände voller Müll, sowohl in alte zerlöcherte Plastik-, wie auch in riesige Papiertüten, die herumlagen, gestopft. In der Ferne entdeckte Andrew einige Kamele, die mit ihren Fohlen grasten. Für ein Foto rannten wir zu ihnen, näherten uns langsam und leise. Schöne Tiere! Das Fell war so unglaublich weich. Dann rannten wir zu unserem Müll, der teilweise schon wieder in der Gegend herumflatterte. Wir nahmen nur Müll mit, welcher uns auf unserem Rückweg vor die Füße kam und trotz dessen war es sooo unglaublich viel!
Life in plastic! It´s fantastic! Come on, Barbies, come on, Kens! Imagination! Life is your Creation!

24 Kommentar schreiben zu Absatz 24 0 Wir schnappten unsere Rucksäcke, dann sprangen wir wieder auf die Laderampe des Jeeps. Jeder von uns strahlte ausgeglichen und zufrieden und betrachtete das Weltkulturerbe der UNESCO, die weiten Wüstenflächen mit ihren kleinen Nomadencamps, umschlossen von der skulpturartigen Bergkettenkulisse. Wir wurden ins Haus der Nomadenfamilie von Sulaiman und Abdullah zum Tee eingeladen, zogen unsere Schuhe aus, setzten uns auf einen weichen Teppich und tranken gemeinsam dieses leckere Zuckerwasser mit Teegeschmack. Kinder und Zahnärzte werden es lieben 😉

25 Kommentar schreiben zu Absatz 25 0 Diese dankenswerte Geste besiegelte ein schönes Ende unserer Selfcare- Auszeit. Unsere Wadi Rum Reise endete dort, wo alles 42 Stunden zuvor begann.

26 Kommentar schreiben zu Absatz 26 0  

Die Projektreihe ‚Training of Trainers‘ iN JORDANIEN wird gefördert von

27 Kommentar schreiben zu Absatz 27 0 Logo Auswärtiges Amt

Quelle:https://spirit-of-football.de/2020/03/17/breath-atme-dont-hurry-first-eat-chicken-curry-jordan-story-wadi-rum/?replytopara=23