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One Ball – One World“ – Spirit of Football in der Steigerwaldgrundschule! In der Steigerwaldgrundschule drehte sich in der Projektwoche vom 21. 05 – 24. 05. 2012 alles rund um den Fußball. Mit von der Partie war das Spirit of Football Team. Unter dem Motto „One Ball – One World“ wurde gelernt, gejubelt und (natürlich) gekickt! – von Katharina Wilhelm

Die Workshop-Leiter Manuel Ermer und Andrew Aris vor der Fan-Tribüne im "Stadion an der Thomaskirche"

Anpfiff war jeden morgen um 8.30 Uhr in der kleinen Steigerwaldturnhalle. Fußballfan „Raphael“, der extra aus Frankreich nach Erfurt gereist war und der verrückte Neuseeländer „Andrew“ sorgten schon bei der Einführung für ordentlich Stimmung. Zum warm werden wurden Ausschnitte der Reise von „The Ball“ gezeigt. Ein Fußball, der einmal quer über den Globus von London nach Südafrika gekickt wurde und tausende von Unterschriften auf dem Rücken trägt. Auch die Schülerinnen und Schüler der Steigerwaldgrundschule konnten mit „The Ball“ noch einmal im Länderparcour um die Welt reisen und viel über die jeweiligen Länder lernen. Reisestart war in London, in der Ursprungstadt des runden Leders, wo noch einmal nach alten Regeln gespielt werden durfte: Nämlich nicht nur mit dem Fuß, sondern auch mit der Hand! Weiter ging es von Spanien auf wackligen Getränkekisten über die Straße von Gibraltar nach Marokko, und so mancher von den Getränkekisten direkt ins Meer viel. Die nächste Etappe auf der Reiseroute war Mali. An dieser Station konnten die Mädels und Jungs mehr über die Wassernot in Afrika erfahren, mit den Händen musste Wasser von einem zum anderen Punkt geschöpft werden. Auch in Togo ging es um das Element Wasser, das noch nicht überall aus dem Wasserhahn kommt, sondern mühsam mit dem Eimer auf dem Kopf nach Hause transportiert werden muss. Nächster Reisestop war Tansania, wo beim Blindenfußball auch gerne mal daneben gekickt wurde. Denn wie geht’s eigentlich gerade aus, wenn man Nichts sieht? Ziel der langen Reise war Südafrika, dort durfte sich jeder Schüler auf dem Vereinsmaskottchen „The Ball“ verewigen.

Im Anschluss an den Länderparcour ging es weiter zum Drumcircle. Mit Trommeln, Rasseln und Fangesängen wurde schon einmal die Stimmung für das große Abschlussturnier am Mittwoch trainiert. Sogar das Erfurter Fanprojekt Rot-Weiß Erfurt war mit auf dem Feld und malte mit den Mädels und Jungs ein großes Banner mit der Aufschrift: „Fans will be friends“. Unter diesem Motto traten am Mittwoch im Stadion der Thomaskirche drei Mannschaften der 3./4. Klassen gegeneinander an. Gespielt wurde allerdings nach neuem Regelwerk – „Fair-Play-Regeln“. Wonach jedes Team aus Mädchen und Jungen bestehen muss und jeder Spieler – ob gut oder schlecht – an den Ball darf. Geht das runde Leder einmal ins Aus, zeigt der Spieler, der den Ball aus dem Spielfeld geschossen hat, das mit einem Handzeichen an. Geklatscht wird auch wenn die gegnerische Mannschaft ein Tor schießt – Fluchen ist nämlich verboten, dass gilt auch für die Fans, die ebenfalls Punkte sammeln können! Die Mannschaft, die nicht auf dem Spielfeld ist, bewertet wie „fair“ die Teams spielen und vergibt bis zu fünf Fairplay-Punkte. Somit kann sogar die Mannschaft gewinnen, die das Spiel eigentlich verloren hätte –  ein echtes „Fairplay“ eben. Gespielt wurde übrigens nicht mit einem normalen Fußball, sondern mit einer Kugel aus zusammengenähten Stoffresten, die mit alten Plastiktüten ausgestopft war – mit so einem Stoffball spielen die Kinder in Afrika Fußball! Mit lauten Trommeln, einem kunterbunten Fanblock und viel Spaß am Spiel ging eine tolle Projektwoche mit Spirit of Football zu Ende – bis zum nächsten Mal!

Quelle:https://spirit-of-football.de/steigerschule-im-mai/