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1 Leave a comment on Absatz 1 0 Die Profile der wunderbaren Teilnehmer unseres Projekts im Azraq Flüchtlingscamp / Amazing SoF Participants in Azraq in profile

2 Leave a comment on Absatz 2 0 Maroua

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Maroua wurde mit 20 Jahren Witwe. Inzwischen ist sie 27, hat drei Kinder und ist extrem schüchtern. Ihr Ziel ist es, aktiver und selbstbewusster zu werden. Auf Arbeit hat sie ihre Kollegen schon damit überrascht, dass sie mehr Initiative beim Sammeln von Daten über das Camp übernommen hat und auch schon mal selbst Interviews führt – zuvor hatte sie einfach nur die Informationen aufgeschrieben. Sie hätte nie gedacht, dass sie so frei sein könnte und hat nun etwas, auf das sie hinarbeiten kann. Sie hätte auch niemals die ihr von der Gesellschaft zugedachte Rolle als hausgebundene Witwe hinterfragt. SoF hat ihr die Inspiration gegeben, mutiger zu sein und neue Horizonte anzustreben. Maroua became a widow at 20 and is now 27, she has three children and is extremely shy. Her aim is to become more active and loud. At her work they have been surprised that she has begun to take on initiative doing interviews for camp data collection. She had previously only written the information down. She had never thought it possible to be so free. She has seen something to strive for. Previously she would not have questioned her role of being a stay at home widow. SoF has given her the inspiration to be braver and look beyond this.

4 Leave a comment on Absatz 4 0 Nawaf

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Nawaf ist sehr konservativ und studiert islamische Theologie. Im Azraq Camp arbeitet er als Lehrer. Er sieht den Islam nicht als Widerspruch zu unseren Ideen, denn in beiden Fällen geht es um Menschlichkeit und er meint, dass wir viel gemeinsam haben. Er unterrichtet Jugendliche unterschiedlicher Herkunft, die viele psychologische Probleme haben. Die Schwierigkeit für ihn besteht darin, wie für alle Lehrer auf der Welt, dass er einen Lehr- und Zeitplan einhalten muss. Ihm wäre es lieb, wenn seine Schützlinge die Hilfe von Spezialisten in Anspruch nehmen könnten. Er stellt fest, dass er die SoF Methoden anwenden kann, wenn er Projekte mit den Kindern macht und denkt, dass er auch tatsächlich 60 bis 70 % der Kinder wirklich mit ihnen erreichen kann. Persönlich ist es ihm wichtig, so ehrlich wie möglich in seiner Lebensführung zu sein. Er war immer sehr auf seine Studien fokussiert und als SoF ins Camp kam, hatte er viele Vorurteile in Bezug auf die westliche Kultur, doch nun sieht er, dass uns mehr verbindet als er dachte. Vom ersten Tag an war er überrascht darüber wie flexibel wir waren. Als wir gingen, fühlten er und die Anderen sich völlig leer und warteten nur darauf, dass wir wiederkommen. Durch uns können sie mehr über ihre eigene Persönlichkeit lernen. Obwohl er Teil einer kollektivistischen Kultur ist, möchte er, dass wir wissen, dass die Araber offener und flexibler sind, als wir denken. Sie haben auch kreative Frauen, Männer auf die man stolz sein kann und Kinder mit einer großen Zukunft! Nawaf: Is a very conservative man who studies Islamic religion. In Azraq he works as a teacher.  He sees that Islam is not at all contradictory to our ideas because in both cases, it is humanitarian in nature and we have a lot in common. He has been teaching teenagers of different backgrounds, with lots of psychological issues. The difficulty for him, like for many teachers all over the world, is that he needs to stick to a curriculum and schedule. He suggests that they all need specialists to work with them. When he does projects with children he can apply the SoF methods. He reaches about 60 to 70 % of the children with SoF methods. On a personal level his aim is to be as honest as possible in the way he conducts his life. He said that he used to be very conservative and focused on his studies. When SoF came to Azraq he had many stereotypes about western culture but now he sees that we have more in common than not. From the first day he was surprised how easy and flexible we were. When we left he like everyone else felt totally empty and were only longing for us to come back. Through us they can learn more about their own personality.  Even though he is part of a collectivist culture he wants us to know that the Arabs are more open-minded and flexible than we think. They also have creative women, men to be proud of and children with a great future.

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8 Leave a comment on Absatz 8 0 Mohammed

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Mohammed ist einer der beliebtesten und bekanntesten Künstler im Azraq Camp. Ihn hatte Andrew bei seinem ersten Besuch im Mai 2017 kennengelernt. Mohammed traf damals den Jürgen Klopp Fairplay Ball und überreichte Andrew kurz darauf ein selbstgemaltes Bild, auf dem The Ball in Azraq zu sehen ist und das seitdem im Spirit Büro in Erfurt hängt. Er sagt, SoF würde ihm dabei helfen seine Gedanken neu zu ordnen und „sein eigenes Gedicht zu schreiben“. Er arbeitet mit den SoF Ideen und hat gelernt, ein Team Player zu sein. Er arbeitet jetzt mit Kindern und bringt ihnen bei, wie sie Kunst auf eine gemeinschaftliche Art machen können, indem sie Ideen und Farben austauschen und einander mehr Respekt zollen. Er nennt das Beispiel eines Kindes im Rollstuhl, das von den Anderen inzwischen in ihre Gemeinschaft integriert wird. Ein anderes Novum ist, dass er Jungen und Mädchen dazu ermutigt, zusammenzuarbeiten, was an diesem konservativen Ort nicht üblich ist. Er versucht den Fokus auf das zu lenken, was sie gemeinsam haben, anstatt auf die Dinge, die sie trennen. Mohammed hat auch Veränderungen bei sich zu Hause bemerkt. Er hilft seiner Frau mehr und bezieht seine Kinder in den Haushalt ein, so dass jeder seine eigenen Aufgaben hat. Er fühlt sich verantwortlich dafür, sein und das Leben seiner Familie besser zu machen. Das führt dazu, dass er glücklicher ist und er gibt zu, dass er früher oft Ursache für Wut und Verärgerung war, denn er fühlte sich nutzlos und ohne Zukunft. Sein Motto ist jetzt “Tue die Dinge, von denen du nie erwartet hättest, dass du sie tun würdest. Du kannst jemand sein, der Anderen Hoffnung schenkt.” Er sieht sich jetzt als ein Buch, das jeden Tag ein neues Kapitel bekommt, von dem andere Menschen lernen können. Mohammed is one of the most revered artists in the Azraq camp. It was he whom Andrew met in the very first SoF visit to Azraq in May 2017. On this visit Mohammed met the Jürgen Klopp Fair Play Ball and presented SoF with a painting of The Ball in Azraq which hangs in Andrew’s office in Erfurt. SoF he says, helped him to reorganize his ideas to help him write his own poem. He works with SoF’s ideas and thoughts and has learned to become a team player. He is now working with children, teaching them to do art in a more communal way – sharing ideas and colours and being more respectful. One example he mentioned was a child in a wheelchair who he included into activities. Another example was encouraging boys and girls to work together – something that is not often done in this conservative place. He tells children that the only difference between boys and girls in their God-given private parts. His focus is now on things that connect the children rather than on what divides them. He has also noted changes in his behavior at home. He helps his wife more and engages his kids so that everyone has their own tasks to complete. He feels responsible for making life better for himself and his family. This leads to him being happier, he admitted to previously being a source of anger, upset, he felt useless and without a future. His motto now is “Do the things that you did not expect to ever do. You can be someone who gives hope to others.” He sees himself as a book that adds a chapter every day from which other people can learn.

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12 Leave a comment on Absatz 12 0 Nihal

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Nihal, 33 Jahre, hat selbst drei Kinder und bringt den ganz Kleinen (3 bis 6 Jahre alt) Sport und Kunst bei. Sie hat die SoF Methoden so abgewandelt, dass sie für diese Altersgruppe anwendbar sind. Alles an SoF erscheint ihr positiv und sie sagt, wir hätten die geflüchteten Teilnehmer mit neuen Ideen bereichert. Vor allem wenn es darum geht, dass Männer und Frauen zusammenarbeiten. SoF hat sie an ihr früheres Selbst erinnert, vor dem Krieg, der ihr das Herz gebrochen und ihre Seele zerstört hat. Damals war sie stark und unabhängig und hatte ihre eigene Meinung. Sie und ihr Mann waren beste Freunde und kosteten ihr Leben voll aus. Alles hat sich nun für ihre Familie verändert, durch die Enge des Raums, in dem sie zusammenleben müssen, und die konservative Haltung der Gesellschaft im Camp. Sie kann mit ihrem Mann nicht das gewohnte Eheleben vor den Kindern führen und sie möchte eigentlich auch nicht, dass die Kinder rausgehen und sich von den schlechten Manieren der anderen infizieren lassen, aber sie kann sie ja nicht einsperren. Drei Jahre Campleben kommen ihr wie hundert vor. Sie musste lernen, mit Menschen jeglicher Herkunft zusammenzuleben und zu arbeiten. Dieses ist eine wertvolle und demütig machende Erfahrung, und sie weiß jetzt, dass sie für Andere gerne ein Rollenmodell sein möchte. Nihal, 33 years old with three children, teaches sports and arts to the very young (3 to 6 years old). She has tweaked SoF’s methods so that they can apply to this young age group too.  Everything about SoF has been positive and has given them (the refugee participants) new ideas. Especially concerning men and women working together. SoF has made her remember her former self – the one she was before the war came which broke her heart and crushed her soul. In those days, she was strong, independent and had her own opinion. She and her husband were best friends and had lived a full life. Everything in her family’s life has changed due to the cramped space and the conservative society in the camp. They cannot live like a married couple anymore in front of their kids. She doesn’t want her children to go outside and be “infected” by the bad manners of the other children but she cannot make them stay inside. Three years of camp life seem like 100 years for her. She has had to learn to live and work with people from all walks of life. This is a valuable and humbling lesson. She wants to be a role model for others.

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Sawsan hat früher in einem Frauensportklub gearbeitet, ist aber jetzt arbeitslos. Ihr Mann lebt und arbeitet in Saudi-Arabien. Ihr dreijähriger Sohn hat seinen Vater noch nie gesehen und sie ist allein mit den beiden Kindern. Sie liebt Sport sehr, vor allem Fußball. Sie gibt unsere Methoden an ihre Kinder weiter, wie auch an die Nachbarkinder. Sie macht mit ihnen Warm-Ups und erfindet manchmal auch weitere Aktivitäten, die an die SoF-Methoden angelehnt sind. Sie sagt, dass SoF ihr mehr Mut gegeben habe. Wegen der hier üblichen Stereotypisierung, hatte sie bis jetzt das Gefühl, dass sie nicht Fußball spielen dürfe. Heutzutage aber spielt sie, selbst wenn sie dafür kritisiert wird. Stolz zeigt sie Fotos von ihrem Dreijährigen, und eindeutig sieht man einen angehenden Fußballer! Sawsan used to work in a women’s sports club but is currently unemployed. Her husband lives in Saudi Arabia, where he has work. Her three year old son has never seen his father. She is alone with the children. She has a great love of sports, especially football. She teaches our methods to her children and also to the neighbors’ children. She does warm-up activities with her own two children, often inventing new games and activities based on SoF methods and sometimes including the neighbours’ children too. She says that SoF has given her more courage. Because of stereotyping, she felt that she was not allowed to play football before. These days she plays even in the face of criticism. She proudly showed off photos of her three year old – a budding footballer as ever there was one.

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18 Leave a comment on Absatz 18 0 Samir (rechts) mit Mohammed

Samir ist Ehemann, Vater von zwei kleinen Kindern und ein unglaublich talentierter Künstler. Seit dem ersten Tag, an dem SoF Ende Februar 2018 in sein Leben trat, hatte er ein Gefühl von Zugehörigkeit. Die SoF Teammitglieder sieht er als Freunde an, mit einer wunderbar positiven Lebenseinstellung, und das bringt ihn jedes Mal wieder zurück zu unseren Trainings. Er war immer extrem schüchtern, aber nun bewegt er sich frei in Gruppen von Frauen und Männern und liebt es, mit Kindern zu arbeiten und mit ihnen Methoden auszuprobieren, die wir ihm beigebracht haben. Manche (z. B. Klatschrhythmen, Energizers, Teambuilding) bringen Lächeln und überraschte Reaktionen hervor, brechen das Eis. Durch die Kombination von Kunst und den SoF Methoden kann er die Dinge, die ihm wichtig sind, verbinden. Er hat gelernt, seine eigenen Unsicherheiten zu überwinden und kann nun seine Botschaft übermitteln und gleichzeitig mit Anderen zusammenarbeiten, was seinem Leben einen tieferen Sinn verleiht. Samir is a husband and a father of two small children and an incredibly gifted artist. Since the first day that SoF came into his life at the end of February 2018 he felt a sense of belonging. He sees the SoF team members as friends now with great positive mentalities and this brings him back to our trainings every time. He was always extremely shy but now he is involved with groups of men and women and he loves to work with kids – often employing the methods we have taught him. Some of these methods (clap rhythms, energizers, and teambuilding for example) bring about very surprised reactions – breaking the ice and making people smile. Through art and the SoF methods he can combine everything that is important to him, convey his message and at the same time work with others, overcoming his own insecurities, and giving a deeper meaning to his life.

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Die Projektreihe ‚Training of Trainers‘ iN JORDANIEN wird gefördert von

20 Leave a comment on Absatz 20 0 Logo Auswärtiges Amt

Source: https://spirit-of-football.de/2018/12/20/4-projektwoche-in-azraq-jordanien-die-menschen-von-azraq/?replytopara=5