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1 Kommentar schreiben zu Absatz 1 0 Die Ballreise 2018 ging in die letzten Schlussminuten. Zuvor jedoch wollten wir, als die beiden letzten verbleibenden Ballträger, dem Tatarenreich einen besonderen Besuch abstatten. Nach kräftezerrender Fahrt (2300 km und einer nächtlichen Durchfahrt) erblickten wir in der Morgendämmerung endlich unseren Zielort Kasan.  Den mit Abstand östlichsten Ort der Ballreise 2018. Bei der Vermittlung und Organisation unseres Vorhabens wurden wir von der Staatskanzlei Thüringen und Ministerpräsident Bodo Ramelow bestens unterstützt. Lieben Dank an dieser Stelle!

2 Kommentar schreiben zu Absatz 2 0 Wie gewohnt, wurde unsere Unterkunft schnell bezogen und dann ging es auch schon raus. Unsere traditionelle Erkundung der Umgebung stand (In Fachkreisen auch OKF=Ortskontrollfahrt) auf dem Programm. Im gleichen Atemzug sei auch erwähnt, dass unseres zwei Sterne Hotel mit unserem 8 qm Doppelzimmer auch nicht sonderlich zum Verweilen einlud. Aber glücklich waren wir trotzdem endlich wieder ein normales Bett, anstelle einer Sitzreihe im Bus, zu beziehen.

3 Kommentar schreiben zu Absatz 3 0 So schritten wir frohen Mutes gen Innenstadt. Wir waren uns schnell einig, dass dieser Ort ein ganz spezieller sei. Kasan, die Hauptstadt der Republik Tatarstan ist als Kultur-und Wissenschaftsstandort bekannt und durchaus wohlhabender als andere Regionen Russlands. Die Republik Tatarstan spiegelt die größte muslimische Region Russlands wider. Inmitten der 1.2 mio. Großstadt ragt der Kasaner Kreml, mit der imponierenden Kult-Scharif Moschee. Ein wirklich herrlicher Anblick, bei Sonnenschein und leichten, aber warmen Nieselregen.

4 Kommentar schreiben zu Absatz 4 0 Schnell fand sich eine Traube Menschen zusammen, die den Geschichten von THE BALL lauschten und sich entschlossen, mit einem Kopfball und einer Unterschrift, Teil unserer Bewegung zu werden. Den Tag rundeten wir in einer kleinen aber feinen Bar ab und beobachten gespannt, das WM Spiel Australien – Peru. Apropos WM. Nach neugewonnenem Selbstvertrauen gegen Schweden, ging es für die Mannen um Coach Jogi Löw gegen die Südkoreaner. Ohne Wenn und Aber, ein Sieg musste her. Das Beste daran war, dass unser Dreigespann (B&B und The Ball) live im Stadion dabei sein durften.

5 Kommentar schreiben zu Absatz 5 0 Es war angerichtet! Ausverkauftes Stadion! Fans, die ihre Idole supporten und dann das. Ein an Lustlosig- und Ideenlosigkeit kaum übertreffender Kick, in dem Deutschland zwar weitaus mehr Ballbesitz hatte, jedoch die Spielanlage und die taktische Marschroute bei den Südkoreanern eindeutig ausgereifter erschien. Böse Zungen behaupten, es fehlte die Magie und der Esprit von THE BALL, der uns leider am Eingang abgenommen wurde. Gut möglich, denn das was uns geboten war, wenn überhaupt ein müder Nachmittagskick. Sorry Jungs, das war wohl nichts! Wie sagte schon Lothar Matthäus: „Wäre, wäre, Fahrradkette!“ Ein historisches Ausscheiden stand zu Buche, dass mit Kopfschütteln und tiefleeren Blicken verdaut werden musste…!

6 Kommentar schreiben zu Absatz 6 0 Am Morgen ausgewacht, mussten wir uns nochmals gegenseitig versichern, ob das auch wirklich am gestrigen Abend passiert ist.  Leider ja! Wir einigten uns, darüber kein Wort mehr zu verlieren, so tief saß tatsächlich der Stachel. Im Gegensatz zu unseren Spielern hatten wir noch ein Spiel vor uns. Mit der bisher kleinsten Spirit-Crew machten wir uns auf den Weg, um unseren berühmtberüchtigten Fairplay-Workshop an einer Sportschule (Fachrichtung Fußball) durchzuführen. Mit gut 35 Teilnehmern, die sich aus Trainern und Schülern zusammensetzten, verbrachten wir einen abwechslungsreichen Projekttag. Beginnend mit einer interaktiven Präsentation über THE BALL und seinen Geschichten, hin zu einer Fairplay-Theater Session. Schlusspunkt und krönender Abschluss war Fairplay-Fußball Turnier in dem kleinen aber schmucken Stadion nebenan. Und eins sei gesagt, die Kids konnten echt richtig gut kicken. Unser eintägiges Event ließ auch Ehrengäste (Vize und Präsident des tatarischen Fußballverbandes) aufhorchen, die sich auf unserem Ball verewigten. Am Ende sei noch erwähnt, dass eine reine Fussballschule, uns als Teamer vor besondere Herausforderung stellt. Denn im Gegensatz zum wettkampforientierten Sport ist der Leistungsgedanke bei uns nicht so von Belang. Wichtiger sind Werte wie Respekt, Gemeinschaft und Teamwork. Die Trainer und Verantwortlichen waren von der ersten Minute an begeistert und voll dabei. Und wir sind der Meinung, dass speziell den Kids, die solche Einrichtungen besuchen, den Blick darüber hinaus gewährt werden sollte.

Quelle:http://spirit-of-football.de/2018/06/29/russland-erleben-the-ball-meets-tatarstan/?replytopara