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1 Kommentar schreiben zu Absatz 1 0 Was für ein Land! Und was für ein Unterschied zur Türkei!

2 Kommentar schreiben zu Absatz 2 0 Nach Wochen des Reisens durch überwiegend konservative muslimische Länder, überquerten Der Ball und seine Mannschaft die Grenze zwischen der Türkei und Georgien. Es ist schon interessant zu sehen, wie Menschen, die so nah beieinander leben, so unterschiedlich sozialisiert sein können. Statt Minaretten und Moscheen sehen wir nun Kreuze und Kirchen und statt der Zeichen eines strikten Ramadans, gibt es Musik, Tanz, georgischen Wein, und statt der vielen Männer in den nächtlichen Strassen und Restaurants, sehen wir hier Männer und Frauen gleichermaßen. In der vom Ramadan geprägten Türkei, die auf die Wahlen wartete, war die Anspannung deutlich spürbar. Die Trainer, die wir in unseren Bildungsworkshops ausbildeten, erweckten den Eindruck, nicht wirklich zu wissen, warum sie überhaupt da waren, denn sie waren oft unpünktlich und unfokussiert. Es gibt Gründe für diesen Mangel an Motivation. Wir bekamen erst in letzter Minute vom türkischen Ministerium für Jugend und Sport die Erlaubnis, das Projekt durchzuführen. Und ohne diese Unterstützung hätte kein Gemeindezentrum und keine Schule mit uns oder einer anderen NGO zusammengearbeitet. Der Angstfaktor ist groß in der Türkei. Nicht nur Akademiker haben ihren Job verloren. Menschen aus jedem Bereich der Gesellschaft, die sich nicht linienkonform verhalten, haben ihr Einkommen verloren, mussten ihren Pass abgeben oder sind sogar ins Gefängnis gesteckt worden. Etlichen NGOs wurde die Arbeitserlaubnis entzogen, andere fühlen sich beobachtet und wissen nicht, wie sie weitermachen sollen. Vor diesem Hintergrund kann man die Besorgnis, sowohl unserer Partner wie auch der Teilnehmer verstehen.

3 Kommentar schreiben zu Absatz 3 0 Die Offenheit, Begeisterung und Leidenschaft der Projektteilnehmer im Libanon und nun hier in Georgien, stehen im starken Kontrast zu der Einstellung, der wir in der Türkei begegnet sind. Im Libanon und Georgien schienen die Menschen stolz auf ihre Kultur zu sein und begierig darauf, sie mit uns zu teilen, während sie in der Türkei sehr vorsichtig und zurückhaltend wirkten. Der unangekündigte Polizeibesuch im Hotel des Teams hatte uns auch ziemlich zugesetzt. Doch hier in Georgien fühlen wir uns befreit, auch wenn unsere Partner, die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Iris Gruppe, auch ihre organisatorischen Schwierigkeiten hatten. Wenn du mit dem Ball verreist, musst du sehr flexibel sein, denn die Agenda verändert sich ständig. Eigentlich sollte der georgische Präsident unterschreiben, doch interne politische Gegebenheiten und Proteste auf den Straßen verhinderten dieses. Und so hat Spirit of Football sein Train-the-Trainers-Intensivprogramm in Tiflis an einem Tag durchgezogen. Am nächsten Tag haben unsere 18 Trainees The Ball und das Team nach Nukriani, einem kleinen Dorf, zwei Stunden von der Hauptstadt entfernt, begleitet.

4 Kommentar schreiben zu Absatz 4 0 Hier, an diesem Tag, begegneten wir dem Spirit von Georgien. Die offenen und gastfreundlichen Menschen von Nukriani repräsentierten genau die Werte, für die auch Spirit of Football steht. Weibliche Unternehmerinnen, unterstützt von der Iris Gruppe, zeigten uns stolz ihre Errungenschaften in Bereichen wie Gärtnern, Backen, der Herstellung selbstgemachter Weine, biologischer Kleidung und verschiedenen Accessoires. Die örtliche Schule und Gemeinde beteiligten sich an der offiziellen Ball-Präsentation. Danach assistierete das Spirit of Football Team den neu-ausgebildeten Trainern dabei, Workshops durchzuführen. Eine letzte Fußball-Session, die von Musik und Fans begleitet wurde, wurde abrupt von einem Gewitter beendet. Alle verließen grinsend und total durchnässt das Feld.

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6 Kommentar schreiben zu Absatz 6 0 Dieser letzte Abend in Georgien war ein Fest in jeder Hinsicht. Ständig wurde auf den Frieden, die Liebe und die Gemeinschaft angestoßen. Wunderbares, reichhaltiges und biologisches georgischen Essen wurde serviert. Und ein Toast nach dem anderen wurde auf die EU ausgesprochen, denn Georgien möchte Mitglied werden, auf große Philosophen, die Potenz georgischer Männer, den Ball und auf uns, den Gästen, die von so weit gekommen waren, um in Nukriani gefeiert zu werden. Als wir gingen, waren wir betrunken von der georgischen Lebensweise – offen, ehrlich und voller Lebensfreude!

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Beste „DIVER PERFORMANCE“ ever

Quelle:http://spirit-of-football.de/2018/06/18/von-der-tuerkei-nach-georgien/