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1 Kommentar schreiben zu Absatz 1 0 Am Dienstagabend begrüßte Spirit of Football’s resident artist Sebastian „Stützmaster Flash“ Stützer 30 Gäste zur Ausstellungseröffnung „resilience for Azraq“ im Erfurter Speicher. Die Austellung zeigt Bildern aus Jordanien, die während des ersten von insgesamt vier Projektphasen in diesem Jahr entstanden sind. Die Projektreihe „One Ball, One World“ im jordanischen Flüchtlingscamp Azraq wird vom Auswärtigen Amt unterstützt wird.

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3 Kommentar schreiben zu Absatz 3 0 Die Ausstellung ist noch bis zum 29. April im Speicher zu sehen.

Impressionen aus dem Speicher

4 Kommentar schreiben zu Absatz 4 0 In seinem Exposé teilt der Künstler seine Gedanken mit uns:

5 Kommentar schreiben zu Absatz 5 0 „Es ist doch so, dass keiner hier mehr als eine Idee hat, wie es dort ist und was für Mechanismen für die Situationen in der Region verantwortlich sind. Was jedoch jeder weiß ist, dass kaum ein Konflikt der Art komplex medial zur Schau gestellt wird, wie dieser. Fakten werden auf den Tisch gelegt und Problemherde sind ausgemacht. Irgendwie ist Globalisierung am Werke und politische Interessen, die aufeinandertreffen und schon ist der Tisch gedeckt für alle möglichen Verschwörungstheorien.

6 Kommentar schreiben zu Absatz 6 0 Dort, am Nadelöhr der Kulturen, dort am Schmelztiegel der Realitäten scheint alles super weit entfernt von einem selbst und dennoch zum greifen nahe. Exotisch und fremd und nicht wirklich „normal“. Dieses Realitätsspektrum soll der Ausgangspunkt dieser Ausstellung und somit unser kleinster gemeinsamer Nenner sein. Worum es geht? Ich dachte, dass das schon längst klar sein.

7 Kommentar schreiben zu Absatz 7 0 Spirit of Football hat sich mit einer Delegation aufgemacht, einige Statements dort zu schaffen, wo es viele Übersetzungen von Realität gibt. Wir nehmen euch für eine bewegende Reise mit nach Jordanien. Obwohl die Menschen dort nicht so viel haben wie in Mitteleuropa, nehmen sie das ziemlich sportlich fair. Gar nicht so leicht zu durchdringen, die ganzen Verflechtungen der Geschichte, die ihre Schat-ten bis in die Gegenwart werfen. Denn Jordanien als Staat ist ein Produkt des frü-hen 20. Jahrhunderts. Nach dem ersten Weltkrieg entstand dieser auf dem Gebiet des Völkerrechtsmandats für Palästina östlich des Jordanflusses. Noch unter britischer Herrschaft als Übergang aus dem osmanischen Erbe wurde ein König als Volksvertretung an die Spitze des Landes gesetzt, wo sein Nachfolge heute noch regiert und das Land in eine Art Streitschlichterrolle gelenkt hat über die letzten vierzig Jahre. Dieses kollektive Bewusstsein entwickelte sich mit der Gründung des Staates Israel 1948. Sowie dem darauffolgenden Sechs-Tage-Krieg, wo jeweils zahlreiche Palästinenser auf jordanisches Staatsgebiet flohen. In den heutigen Verwaltungsgrenzen befindet sich Jordanien seit der Besetzung des Westjordanlandes sowie des Gaza-Streifens durch Israel. Viele Krisen und Aufstände palästi-nensischer Separatisten später beläuft sich der palästinensischstämmige Anteil der Menschen in dem Land auf etwa 40-50 Prozent. Somit bildet die gespaltene Volksgruppe der Palästinenser mit zehn Millionen neben der der Kurden die größte Diaspora weltweit. Seit dem Krieg in Syrien ist eine weitere Volksgruppe in diesem Land im Schutzstatus sowie in den angrenzenden Ländern wie dem Irak oder auch dem Libanon.

8 Kommentar schreiben zu Absatz 8 0 Dieser Anteil der syrischen Geflüchteten, die sich seit Ausbruch des Bürgerkrieges in zwei urbanen Refuge Camps befinden, bilden die Zielgruppe für »Spirits« neueste Projektreihe.
Bei der Train the Trainer Projektreihe werden Menschen nach Kriterien wie der Erfahrung in der Arbeit mit Kindern, eigener Erfahrung durch Kindererziehung oder einer adäquaten Berufsausbildung aus der Mitte ihrer Gesellschaft von den Camp-Betreibern angeworben. Sie können Teil eines dreistufigen Bildungsprogramms werden, in dem Methoden und das ethisch-moralische Wertesystem von Spirit of Football durch unsere Workshopinhalte geschult wird. Ziel ist es, dass sie dieses Wissen in ein Werkzeug umwandeln kann, um selber Bildungsprojekte oder soziales Lernen in schulischer Form mit Kindern aus den Camps durchführen zu können. Langfristig strebt die Campleitung sowie Spirit an, dass sich das Bewusstsein der Menschen in positive Resilienzerfahrungen ausprägt.

9 Kommentar schreiben zu Absatz 9 0 Denn, wenn es eines gibt, was diese Menschen brauchen, dann ist es Hoffnung. Die Hilfeleistenden Staaten der NEMA Region tun sich schwer damit, diesen vertriebenen Menschen eine Zukunftsperspektive in ihrem Land zu geben. Nicht erst seit vier Jahren sondern schon seit den geschichtlichen Ereignissen der letzten vierzig Jahre schützen sich die Staaten durch das Ausbleiben von langfristigen Problemlösungen im Sinne der Individuen. Auf dieser unserer Reise und den Workshop Tagen mit den Menschen im Azraq Camp konnte dies recht gut wahrgenommen werden.“

10 Kommentar schreiben zu Absatz 10 0  

Die Projektreihe im Al-Azraq Camp wird gefördert von

Logo Auswärtiges Amt

Quelle:http://spirit-of-football.de/2018/04/04/ausstellung-im-speicher-eroeffnet/